KI lernen

Generative KI verstehen. Vom Muster zum neuen Inhalt.

Eine KI schreibt einen Entwurf, gestaltet ein Bild oder schlägt Programmcode vor. Die Ergebnisse sehen sehr unterschiedlich aus. Gemeinsam ist ihnen: Sie werden für deinen Auftrag erzeugt. Hier erfährst du, was dabei passiert und woran du einen brauchbaren Vorschlag erkennst.

Etwa 9 Minuten2 Prompts zum Kopieren1 ÜbungenStand: 13. Oktober 2026

Einstieg

Eine Frage. Dein erster Schritt.

Generative KI kennenlernen

Neugierig bleiben. Selbst ausprobieren.

Von der Frage zum eigenen Urteil.

Erzeugen oder suchen? Vergleiche drei Aufgaben am selben Alltagsbeispiel. Das Prinzip verstehen: Unterscheide Modelltraining und Gesprächskontext. Zwei Varianten prüfen: Verändere den Ton und kontrolliere die festen Angaben.

Wähle einen Schritt und springe direkt zum passenden Abschnitt.

Für deinen Einstieg Etwa 20 Minuten mit Übungen Kein Vorwissen nötig

An einem Beispiel verstehenZum ersten KI-Dialog

Ein Kräutertopf auf einem Steintisch, daneben eine Kohleskizze und eine farbige Aquarellstudie desselben Motivs.
KI-generiertes Symbolbild. Ein Gegenstand, verschiedene Darstellungen. Das Motiv veranschaulicht mögliche Varianten.

Was du danach kannst

  • Du unterscheidest Erzeugen, Suchen und Sortieren an einem Beispiel.
  • Du erklärst den Unterschied zwischen Training und Gesprächskontext in eigenen Worten.
  • Du vergleichst zwei Textvarianten und erkennst Ergänzungen, die nicht belegt sind.

Die Übungen dieser Seite verwenden vorbereitete Beispiele. Für eigene KI-Ergebnisse öffnest du das jeweilige Werkzeug separat.

Die KI erzeugt einen Vorschlag für deine Aufgabe.

Ausprobieren · Den Unterschied erkennen

Stell dir einen offenen Büchertausch im Viertel vor. Du hast einen Ort, einen Termin und drei Hinweise. Wenn du eine KI bittest, daraus eine Einladung zu schreiben, muss sie Sätze bilden, Informationen ordnen und einen Ton treffen. Der neue Text ist das generierte Ergebnis.

Generative KI bezeichnet KI, die Inhalte erzeugt, etwa Texte, Bilder, Ton oder Code. Das bloße Zuordnen einer Nachricht zu einer Kategorie beschreibt dagegen eine Klassifikationsaufgabe. Auch ein generatives Modell kann diese Aufgabe lösen. Eine Anwendung kann beides verbinden: erst das Anliegen erkennen, dann eine Antwort formulieren. Begriffsgrundlage: IBM.

Dieselben Angaben, drei verschiedene Aufgaben

Wähle einen Auftrag. Du siehst ein vorbereitetes Beispiel, keinen echten Modellaufruf.

Auftrag: Ordne „Büchertausch, Samstag, 14 Uhr“ einer Kategorie zu. Vorbereitetes Ergebnis: Veranstaltung.

Auftrag: Suche die Öffnungszeiten des genannten Veranstaltungsortes. Benötigtes Ergebnis: Eine überprüfbare, aktuelle Fundstelle. Aus dem Termin allein lassen sich Öffnungszeiten nicht ableiten.

Auftrag: Schreibe eine Einladung zum Büchertausch am Samstag um 14 Uhr im Nachbarschaftsraum. Vorbereiteter Entwurf: Dein Bücherregal braucht Platz? Bring am Samstag um 14 Uhr Bücher in den Nachbarschaftsraum und entdecke neue Geschichten.

Die Nachricht wird einer vorhandenen Kategorie zugeordnet.

Ein KI-Chat kann eine Suche als zusätzliches Werkzeug verwenden. Die erzeugte Antwort und die gefundenen Belege bleiben trotzdem zwei verschiedene Dinge. Für den Veranstaltungstermin bist du die Quelle. Für fremde Öffnungszeiten brauchst du eine aktuelle, überprüfbare Angabe.

Ich kann Erzeugen, Suchen und Sortieren an einem Beispiel unterscheiden.

Training und dein Gespräch sind zwei verschiedene Schritte.

Im Training werden Muster aus Daten in den Parametern eines Modells gelernt. Bei der Nutzung verarbeitet das trainierte Modell deinen Auftrag samt verfügbarem Kontext und erzeugt eine Ausgabe. Bei Sprachmodellen geschieht die Texterzeugung häufig schrittweise über Tokens, also Textbausteine. Ein Token ist nicht zwingend ein ganzes Wort. Das Modell verarbeitet eine begrenzte Menge an Kontext; aus einer langen Unterhaltung kann nicht unbegrenzt jedes Detail berücksichtigt werden.

  1. Schritt 1

    Dein Auftrag: Du nennst Aufgabe, Kontext und gewünschte Form.

  2. Schritt 2

    Das Modell: Gelernte Muster helfen bei der Erzeugung einer Ausgabe.

  3. Schritt 3

    Der Entwurf: Ein möglicher Text oder ein anderes Ergebnis entsteht.

  4. Schritt 4

    Deine Prüfung: Du vergleichst mit den Angaben und dem tatsächlichen Zweck.

Transformer sind eine wichtige Architektur für Sprachmodelle. Bei der Bilderzeugung werden unter anderem Diffusionsverfahren verwendet. Es gibt mehrere Modellarten; Text-, Bild- und Tonerzeugung funktionieren nicht alle auf dieselbe Weise. Die Grafik zeigt deshalb einen vereinfachten Arbeitsablauf, keine technische Schaltung. Hintergrund zu Modellarten bei IBM.

Für deinen ersten Versuch hilft eine praktische Unterscheidung: Eine Folgemeldung ergänzt den aktuellen Gesprächskontext. Du trainierst damit nicht automatisch ein neues Modell für dich. Wenn du „Schreibe kürzer“ ergänzt, soll die nächste Antwort diese Vorgabe berücksichtigen. Ob ein Anbieter Gespräche später zur Verbesserung seiner Modelle verwendet, hängt von Dienst und Einstellungen ab.

Verständnischeck: Trainiere ich die KI mit jeder Nachricht?

Erkläre den Unterschied zuerst in deinen eigenen Worten. Zum Vergleichen: Eine Folgemeldung liefert Kontext für die Antwort. Das ist nicht dasselbe wie das Training, bei dem Modellparameter angepasst werden. Eine spätere Nutzung von Gesprächen für Modellverbesserung ist eine separate Frage des Dienstes und seiner Einstellungen.

Aus demselben Auftrag können unterschiedliche Formulierungen entstehen. Deshalb prüfst du die Qualität am Zweck und an deinen festen Angaben. Eine einzige schön klingende Antwort zeigt noch nicht, dass ein Vorgehen bei der nächsten Aufgabe ebenso gut funktioniert.

Text: aus Stichpunkten einen verständlichen Entwurf machen

Ein KI-Chat kann eine Einladung formulieren, eine Erklärung vereinfachen oder Varianten einer Überschrift vorschlagen. Für unseren Büchertausch wäre ein brauchbares Ergebnis eine kurze Nachricht mit Termin, Ort und Mitbringhinweis. Ein überzeugender Ton ersetzt dabei keine richtigen Angaben.

Bild: eine Vorstellung sichtbar machen

Du beschreibst ein Motiv und erhältst einen Bildentwurf. Zum Büchertausch könnte eine Illustration mit einem Stapel gebrauchter Bücher passen. Beschreibe auch Ausschnitt, Licht und Darstellungsart. Prüfe Details, bevor du das Bild verwendest. Ein generiertes Bild belegt keine tatsächliche Veranstaltung.

Ton und Musik: eine hörbare Fassung entwickeln

Generative Audiosysteme können Sprache, Geräusche oder Musik erzeugen. Für eine kleine Veranstaltungsankündigung könntest du zunächst einen gut sprechbaren Text entwerfen. Die Aufnahme eines echten Raumes, eine synthetische Stimme und ein komponiertes Musikstück sind unterschiedliche Ergebnisse mit unterschiedlichen Prüfaufgaben.

Code: eine Funktion beschreiben und umsetzen lassen

Du kannst beispielsweise eine kleine Webseite für die Veranstaltung entwerfen lassen. Die KI erzeugt dafür Quelltext. Dass eine Seite im Browser erscheint, sagt noch nichts über ihre Zuverlässigkeit aus. Ein sichtbares Formular beweist noch nicht, dass eine Anmeldung gespeichert oder verschickt wird. Das musst du ausdrücklich testen.

Video: einen kurzen Ablauf in Bewegung übersetzen

Ein Videomodell kann aus einer Beschreibung oder einem Bild eine bewegte Szene erzeugen. Denk für den ersten Versuch an eine ruhige Einstellung: eine Kamera fährt langsam an einem Bücherstapel vorbei. Prüfe neben dem einzelnen Bild auch den Verlauf. Gegenstände können sich zwischen den Bildern unerwartet verändern.

Diese Einteilung beschreibt Ergebnisse, keine fünf sauber getrennten Produktwelten. Manche Anwendungen verbinden mehrere Formen. Dafür begegnet dir der Begriff multimodal: Ein System verarbeitet oder erzeugt mehr als eine Art von Inhalt.

Wähle ein Werkzeug nach deinem Ergebnis.

Verbessern · Eine passende Funktion auswählen

Du brauchst für diese Erklärung keine Sammlung von Konten. Beginne mit der Textübung in einem verfügbaren KI-Chat. Für einen Bildversuch prüfst du anschließend, ob dein Zugang Bilder erzeugen kann. Namen von Anbietern, Anwendungen und Modellen werden oft vermischt. Für dich zählt zuerst, welche Funktion in deinem konkreten Zugang verfügbar ist.

  • ChatGPT von OpenAI

    Ein Einstieg für den Textversuch unten. Die offizielle Hilfe beschreibt Zugang, Funktionen und Nutzungslimits. Ein bestimmtes Modell oder ein Bezahlabo ist für unsere einfache Textaufgabe nicht vorausgesetzt.

  • Claude von Anthropic

    Eine weitere Möglichkeit für Texte, Analysen und Code. Du kannst denselben kurzen Auftrag verwenden und die Antworten anhand derselben Kriterien vergleichen. Daraus entsteht dein eigener Vergleich für diese Aufgabe, keine allgemeine Rangliste.

  • Gemini von Google

    Google dokumentiert die Bilderzeugung und anschließende Bearbeitung in Gemini. Verfügbarkeit und Grenzen hängen unter anderem vom Konto ab. Wenn dir die Funktion fehlt, kannst du zunächst die Bildbeschreibung ausarbeiten und später ausprobieren.

  • Adobe Firefly

    Adobe bietet darin Funktionen für Bild, Video und Audio sowie eigene und fremde Modelle an. Prüfe die Funktion, das verwendete Modell und die Bedingungen deines Zugangs. Der Produktname allein beantwortet keine Frage zu vertraulichen Daten oder Nutzungsrechten.

Passende Einstiege: ChatGPT kennenlernen, mit Claude lernen und mit Gemini lernen. Für weitere Aufgaben findest du Anleitungen zu Bildern, Audio, Programmieren und Video.

Meine Empfehlung für diesen Lernschritt: Bleibe bei einer Textaufgabe und höchstens einem zusätzlichen Bildversuch. Die Unterschiede der Ergebnisse sind lehrreicher als das Sammeln möglichst vieler Produktnamen.

Was du am Ergebnis selbst prüfen solltest

Bevor du einen Entwurf weitergibst, liest du ihn mit einer konkreten Frage: Was davon weiß ich bereits, und was hat das System hinzugefügt? In unserer erfundenen Einladung ist zum Beispiel keine Rede von Kaffee, kostenlosem Eintritt oder einer Anmeldung. Taucht das trotzdem auf, hast du eine Ergänzung entdeckt, die du klären oder entfernen musst.

  • Angaben: Stimmen Termin, Ort und Bedingungen mit deinen Notizen überein? Vergleiche Satz für Satz.
  • Aktualität: Wurde tatsächlich eine aktuelle Quelle verwendet? Ein flüssiger Text mit einem Datum ist dafür kein Beleg.
  • Perspektive: Passen Ton und Beispiele zu den Menschen, die du erreichen willst? Lass ungeeignete Annahmen und Klischees überarbeiten.
  • Material: Verwende für deine ersten Versuche erfundene Angaben oder eigene unverfängliche Inhalte. Prüfe den vorgesehenen Dienst, bevor du interne Unterlagen eingibst.
  • Verwendung: Prüfe vor der Weitergabe die Bedingungen des verwendeten Werkzeugs und die Herkunft hinzugefügter Materialien. Eine KI-Ausgabe ist keine automatische Rechteklärung.

// Kurz prüfen

Welche Ergänzung musst du klären?

Wähle eine Antwort.

Nicht ganz. Schau dir die andere Antwort noch einmal an.

Richtig.

Ich habe eine unbelegte Ergänzung erkannt und weiß, wie ich damit weiterarbeite.

Ein Auftrag, zwei Varianten, deine Entscheidung

Übernehmen · Das Ergebnis bewusst beurteilen

Öffne einen neuen Chat, etwa in ChatGPT. Kopiere den folgenden Auftrag. Für den Versuch haben wir alle Veranstaltungsangaben erfunden. Lies beide Varianten anschließend nebeneinander.

// Textversuch: zwei Einladungen
Schreibe zwei kurze Einladungen für einen erfundenen Büchertausch. Fakten: Samstag, 14 Uhr, Nachbarschaftsraum. Jede Person darf bis zu fünf gut erhaltene Bücher mitbringen. Variante A soll sachlich und knapp sein. Variante B soll persönlich und neugierig klingen. Jeweils höchstens 45 Wörter. Verwende nur die genannten Fakten, erfinde keine Verpflegung, Preise oder Anmelderegeln.
  1. Markiere die gemeinsamen Angaben.

    Samstag, 14 Uhr, Nachbarschaftsraum und höchstens fünf gut erhaltene Bücher müssen in beiden Texten stimmen.

  2. Beschreibe den Unterschied.

    Welche Wörter machen Variante B persönlicher? Passt das zu den Menschen, die du erreichen möchtest?

  3. Gib eine Folgemeldung.

    Nimm die stärkere Fassung und fordere eine überprüfbare Änderung. Zum Beispiel: „Kürze auf zwei Sätze. Behalte alle vier Angaben bei.“

Optional: dieselbe Idee als Bild ausprobieren

Öffne ein Bildwerkzeug in deinem vorhandenen Zugang, beispielsweise die Bilderzeugung in Gemini. Melde dich in Gemini an und öffne in der Seitenleiste „Bilder“. Gib dort den Bildauftrag ein. Für Änderungen öffnest du das erzeugte Bild und nutzt „Chat“. Bezeichnungen können sich unterscheiden; die Google-Anleitung beschreibt den aktuellen Weg. Zugang und Bearbeitung hängen unter anderem von Alter, Konto, Land und Nutzungslimits ab. Verwende keine echten Personen oder fremden Logos für diese Übung.

// Bildversuch: Motiv ohne Beschriftung
Erzeuge ein ruhiges fotografisches Symbolbild für einen Büchertausch: fünf gebrauchte Bücher auf einem hellen Holztisch, weiches Tageslicht, ein Buch aufgeklappt. Keine lesbaren Buchtitel, keine Marken, keine Personen, keine Veranstaltungsdaten. Querformat. Die Szene soll einladend und alltäglich wirken.

Zähle die Bücher und prüfe, ob das Motiv zur Beschreibung passt. Falls dir ein zweiter Versuch zur Verfügung steht, ändere nur die Darstellungsart zu „schlichte farbige Papiercollage“. Vergleiche, welche Darstellung besser zu deinem Zweck passt. Beide Bilder bleiben erfundene Motive.

Notiere zum Schluss drei Dinge: deinen Auftrag, eine hilfreiche Änderung und einen Punkt, den du selbst prüfen musstest. Damit hältst du eine Arbeitsweise fest, die du auf andere kleine Aufgaben übertragen kannst.

Ich habe zwei Textvarianten ausprobiert und anhand fester Angaben verglichen.

Dein Lernstand

Quellen und Einordnung

Beispiele und Übungen sind für cooexistenz erstellt. Fach- und Produktangaben geprüft am 13. Oktober 2026. Zugänge und Funktionen können sich ändern.

Generative KI verstehen

Verstehen, vergleichen und selbst ausprobieren.

Von Kevin Coo · Mit KI-Unterstützung erstellt · Beispiele und Übungen bitte im jeweiligen Werkzeug prüfen.

Häufige Fragen

Fragen zu Generative KI.

Ausgewählt aus echten Suchanfragen (Google „Ähnliche Fragen“, Stand 10/2026).

Was ist generative KI einfach erklärt?

Generative KI erzeugt Inhalte wie Texte, Bilder, Ton oder Code für deinen Auftrag. Sie nutzt dafür Muster, die ein Modell im Training gelernt hat. Das Ergebnis ist ein Vorschlag, den du an deinen festen Angaben und am Zweck prüfst.

Was ist der Unterschied zwischen generativer KI und KI?

KI ist der Oberbegriff für viele Verfahren, zum Beispiel auch für das Zuordnen einer Nachricht zu einer Kategorie. Generative KI ist der Teil, der neue Inhalte erzeugt. Eine Anwendung kann beides verbinden: erst das Anliegen erkennen, dann eine Antwort formulieren.

Was heißt generativ auf Deutsch?

Generativ bedeutet so viel wie erzeugend oder hervorbringend. Bei generativer KI ist damit gemeint, dass das System neue Inhalte erstellt, statt nur vorhandene zu sortieren oder zu finden.

Was ist der Unterschied zwischen KI und Google?

Eine Suche liefert dir Fundstellen, die du überprüfen kannst. Generative KI formuliert dagegen einen neuen Text. Ein KI-Chat kann zusätzlich eine Suche nutzen, die erzeugte Antwort und die gefundenen Belege bleiben aber zwei verschiedene Dinge.

Ist ChatGPT eine KI oder AI?

Beides meint dasselbe: AI ist die englische Abkürzung für Artificial Intelligence, KI die deutsche für Künstliche Intelligenz. ChatGPT ist ein Dienst von OpenAI, der mit generativen Sprachmodellen Texte erzeugt.

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